Haus Nathan seit einem Jahr in Betrieb – Hauseinweihung für neue Wohngruppen und Traumatherapiebereich

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Im Rahmen eines Festaktes mit Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern des Jugenddorfes sowie geladenen Gästen wurde das neue „Haus Nathan“ der Jugendhilfeeinrichtung eingeweiht. Mit einem Wortgottesdienst wurde eine Haussegnung vorgenommen.

 

Nachdem im Juni 2015 die Grundsteinlegung für das neue Gebäude erfolgte, konnte die erste Wohngruppe im Herbst 2016 in ihr neues zu Hause einziehen. Im „Haus Nathan“ sind 2 Wohngruppen mit je 7 Plätzen, ein Intensivbereich mit vier Plätzen und das neue „Traumapädagogische Zentrum“ des Jugenddorfes untergebracht. Kinder mit komplexen Traumatisierungen im Alter zwischen 8 und 14 Jahren leben in den Wohngruppen und werden von pädagogischen Fachkräften betreut und gefördert. 17 MitarbeiterInnen sind in pädagogischen und hauswirtschaftlichen Arbeitsbereichen in dem Haus tätig.

Das Jugenddorf hat ca. 2,5 Mio EUR in das neue Gebäude investiert. Es wurden 1.650 qm Wohn- und Nutzfläche geschaffen. Das Konzept wurde im Rahmen eines Architektenwettbewerbs entwickelt und gemeinsam durch das Planungsbüro Jürgen Stieglitz, Warburg, und die m4-Architekten, Berlin, realisiert. Die Raumgestaltung erfolgte mit Beratung der Innenarchitektin Sabine Schütte, hellefreude, Paderborn.

 

„Mit dem Neubau des ‚Haus Nathan‘ haben wir unsere Kapazitäten für Kinder erweitert und setzen gleichzeitig fachlich neue Akzente. Mit dem Traumapädagogischen Zentrum stellen wir uns den Herausforderungen unserer hier lebenden Kinder und Jugendlichen und entwickeln unsere Förderangebote qualitativ deutlich weiter.“, erläutert Elmar Schäfer, Einrichtungsleiter und Geschäftsführer bei seiner Begrüßung der Gäste.

 

Jessica Scholle, Pädagogische Leiterin des Heilpädagogischen Bereichs, und Kerstin Dierkes, Koordinatorin des Traumapädagogischen Zentrums, stellten den Gästen die Konzeption des Hauses vor, bevor Gaby Leifeld, Seelsorgliche Begleiterin im Jugenddorf, die Haussegnung vornahm. In den Fürbitten des Gottesdienstes formulierte eine Mitarbeiterin „Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Angenommensein erfahren, sind wichtige Elemente, die wir unseren Kindern und Jugendlichen im Haus Nathan erlebbar machen wollen. Herr, gib uns Kraft, diese Ziele zu erreichen und stell uns allen in schwierigen Situationen Menschen an die Seite, die auch uns Unterstützung geben, wenn wir sie brauchen.“

 

In seinem Grußwort bedankt sich Bürgermeister Michael Stickeln bei den Mitarbeitern für die Arbeit: „Das Haus Nathan steht exemplarisch für das gesamte stimmige Konzept des Jugenddorfs Petrus Damian. Ich bin außerordentlich froh, diese wertvolle Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe in unserer Stadt zu wissen, eine Einrichtung, die Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenslagen beisteht und ihnen die Chance eröffnet, einen neuen Weg einzuschlagen und dann auch auf diesem nachhaltig begleitet. Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen wie das Warburger Jugenddorf leisten einen wichtigen sozialen Beitrag; ihr Wirken kommt nicht nur den Heranwachsenden, sondern auch unserer Gesellschaft zugute.“

 

Gerhard Handermann, Jugendamtsleiter im Kreis Höxter, weist in seinem Grußwort auf die Kosten der Jugendhilfe hin und stellt fest: „Das dieses Geld gut angelegt ist, sehen Sie auch hier im Jugenddorf.“ Handermann betont die gute Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt des Kreises und dem Jugenddorf und bedankt sich für die kompetente Arbeit der Mitarbeiter und ebenso ihr Herzblut, das sie in die Arbeit einbringen. An die Kinder und Jugendlichen gewandt wünscht der Jugendamtsleiter: „Liebe Kinder und Jugendliche, Euch wünsche ich hier ein Stück Heimat und eine gute Entwicklung. Jeder von Euch ist uns wichtig und ein Teil unserer gemeinsamen Zukunft.“