TRAUMAPÄDAGOGIK
Traumapädagogik und traumasensible Grundhaltung:
Die Traumapädagogik und die traumasensible Grundhaltung gehören zum Anspruch und Profil der pädagogischen Arbeit im Jugenddorf Petrus Damian. Durch das Traumapädagogische Zentrum (TPZ) des Jugenddorfes, einem eigenständigen Förder- und Beratungsbereich auf dem Zentralgelände des Jugenddorfes, wird dieser Anspruch in besonderer Weise umgesetzt und gestaltet.
Alle Mitarbeiter:innen des Jugenddorfes sind traumapädagogisch geschult und sensibilisiert. Vor dem Hintergrund personeller Fluktuationen und eines ständigen Qualitätssicherungsprozesses erfolgen die Schulungen und Reflexionen fortlaufend. Im TPZ werden die Kinder und Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Mütter und Väter von den Mitarbeiter:innen gefördert und unterstützt.
Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus der Traumapädagogik versuchen wir, die Kinder und Jugendlichen in unserer Einrichtung in ihrem Verhalten und ihrer Lebensgeschichte noch besser zu verstehen, den „guten Grund“ ihres Verhaltens zu sehen und ihnen einen „sicheren Ort“ zu biete. Unser pädagogisches Handeln und unsere eigene Haltung passen entwickeln wir dabei immer weiter.
Inhalte der Arbeit des Traumapädagogischen Zentrums (TPZ):
Im TPZ steht die ganzheitliche Begleitung und Unterstützung junger Menschen im Mittelpunkt. Ziel unserer Arbeit ist es, ihnen Stabilität zu vermitteln, Vertrauen aufzubauen und ihre individuelle Entwicklung nachhaltig zu fördern. Durch eine intensive Stabilisierungsarbeit schaffen wir sichere Rahmenbedingungen, in denen Vertrauen, Bindung und tragfähige Beziehungen entstehen können.
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist die Förderung von Resilienz sowie die Unterstützung bei der Verarbeitung belastender Erfahrungen. Wir helfen den jungen Menschen dabei, ihr Selbstverständnis zu entwickeln und ihre Ich-, Sach- und Sozialkompetenzen zu stärken. Dabei legen wir besonderen Wert auf das Wiedererlangen von Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit sowie die Förderung der Emotions- und Körperwahrnehmung.
Darüber hinaus unterstützen wir die Entwicklung von Selbstregulationsstrategien und ermöglichen Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, die zu einem gestärkten Selbstbild beitragen. Durch die vielfältigen Förderangebote im TPZ und die intensive Beziehungsarbeit unserer pädagogischen Fachkräfte werden die jungen Menschen befähigt, zuversichtlich und gestärkt in ihre Zukunft zu blicken.
Ein weiterer zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die sozialpädagogische Diagnostik, die als Grundlage für individuelle Förder- und Entwicklungsprozesse dient und eine passgenaue Unterstützung ermöglicht.
Traumpädagogische Leitsätze:
Alle Mitarbeiter:innen des Jugenddorfes – auch in den nicht-pädagogischen Arbeitsbereichen – sind traumapädagogisch qualifiziert. Sie handeln und gestalten gemeinsam nach fünf Leitsätzen:
- Einfühlsamkeit, Reflexion und die Annahme des guten Grundes prägen unsere tägliche Arbeit.
- Alle sind in der Verantwortung, dass das Jugenddorf ein sicherer Ort ist.
- Mit Hilfe von Partizipation soll die Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung eines Jeden gestärkt werden.
- Im traumpädagogischen Handeln wird jede Individualität berücksichtigt.
- FĂĽr eine vernetzte und transparente Arbeit werden Offenheit und Ehrlichkeit vorausgesetzt.
Ansprechpartnerin:

ppa. Jessica Scholle









